Alle Aborigines sind miteinander verwandt. Nicht biologisch, sondern über ihre Haut. Jeder trägt neben seinem normalen Namen einen von acht (vier männlich, vier weiblich) “skin”-Namen. Die Vergabe der Namen rotiert über die Generationen. Ein Sohn hat somit den gleichen Hautnamen wie sein Ur-Großvater.
Über diese Hautgruppen werden unter anderem Verwandtschaftsverhältnisse definiert. So kommt es, dass ein sechsjähriges Mädchen Mutter eines 40-jährigen ist. Mit dieser Verwandtschaft sind Rollen, beziehungsweise Aufgaben oder eher Fürsogepflichten verbunden. Eine Mutter kümmert sich um ihr Kind, ein Bruder passt auf seine Schwester auf und so weiter.
Außerdem wird so Inzest verhindert. Heirat ist nur zwischen bestimmten Haut-Gruppen erlaubt. Dieses System stellt extrem starke Blutlinien sicher.
Eine weitere interessante Tatsache mit Namen ist, dass der Name eines kürzlich verstorbenen nicht ausgesprochen werden darf. Haben zwei Leute den gleichen Namen und einer stirbt, wird der andere erstmal “Der ohne Namen” genannt. Er kann für die Trauerperiode von zwölf Monaten einen neuen Namen wählen. Danach hat er seinen alten Namen wieder oder behält den neuen.




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